Definition von sexuellem Missbrauch

Sexueller Missbrauch liegt dann vor,

  • wenn Erwachsene oder deutlich Ältere bzw. (deutlich) Überlegene,
  • zur Befriedigung eigener Bedürfnisse bzw. eigener Wünsche,
  • Handlungen aus dem Bereich des sexuellen Verhaltensrepertoirs,
  • an oder vor Kindern bzw. von ihnen abhängigen Jugendlichen ausführen oder Kinder bzw. von ihnen abhängige Jugendliche veranlassen, diese auszuführen.

Sexueller Missbrauch, auch in seinen subtilen Formen, ist immer eine Erscheinungsform von Gewalt.

"Gewalt liegt dann vor, wenn Menschen so beeinflusst werden, dass ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potentielle Verwirklichung" (nach Galtung, 1975).

 

Seit November 2000 ist es Gesetz:
"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."
( § 1631 Abs. 2;  BGB, Stand vom 26.03.2008).

Doch dieser neue Grundsatz im Range eines eigenen Rechtes, das Kinder zu Partizipanten der Erziehung macht, muss in der Bevölkerung als verbindlich erst allgemein bekannt und durchgesetzt werden.

 

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