Bildergalerien

Sprach- und Spielkurs 2016

Zwei mal pro Woche leitet Lehramtsstudentin Lisa Bamberger nun einen Sprach- und Spielkurs für Flüchtlingskinder im Vorschulalter und ihre Mütter, in einem großzügigen Raum in der Kirchengemeinde Kreuztal. Möglich machen das ein Verein und zwei Privatleute: Ifpake, die Beratungsstelle für Mädchen in Not, und das Ehepaar Bäcker, das 5000 Euro Startkapital gespendet hat. Georgia Bäcker war selbst Lehrerin, heute bildet sie Lehrkräfte aus. „Sprache ist der Schlüssel“, sagt sie. Sie muss es wissen. Michael Bäcker ist Geschäftsführer des Kreuztaler Maschinenbauers RINK, der für die Getränkeindustrie produziert. Statt seine Kunden zu Weihnachten mit Präsenten zu bedenken, entschieden seine Frau und er sich dafür, in die Integration von Flüchtlingen zu investieren. Eine Herzenssache, sagt der Unternehmer. Stadträtin Edelgard Blümel hat den Kontakt zu den Flüchtlingsfamilien aus acht Nationen hergestellt. Fast 30 Anschreiben, in denen sie das Mutter-Kind-Angebot von Ifpake vorstellte, hat sie verschickt. Blümel: „Sie kommen aus Kulturkreisen, in denen sie nicht gewohnt sind, Kinder so früh in die Obhut anderer zu geben.“ Also nimmt sie die Mütter mit ins Boot. Ganz wichtig war es ihr auch, die Eltern darauf hinzuweisen, Bedarf an Kindergartenplätzen anzumelden. Besonderes Augenmerk gilt jenen Kindern, die bald schulpflichtig werden. Die bisherige Resonanz auf den Spiel- und Sprachkurs wertet sie als „stolzes Ergebnis“. Zwölf Kinder mit ihren Müttern waren es beim zweiten Mal – und ein Vater. Heute sind nur etwas weniger. Georgia Bäcker hofft, „dass die Väter den Mut haben, Frau und Kinder auch allein loszuschicken“. (Auszug WR vom 13.05.2016, Bilder WR und SZ vom 13.05.2016)