"Wir sind positiv verrückt" - 17.12.2015



Glückliche Gesichter bei der Bekanntgabe der Spendensumme: Eckhard Fuhr, Thomas Trapp, Wolfgang Michael Wagner, Gerhard Schreiber, Heiner Maus, Reinhard Geuecke (hintere Reihe, v. l.) Sandy Albring, Verena Lüttel und Duygu Gözler. Foto: kaio

Spende über 34 500 Euro vom Crombacher Weihnachtsmarkt

             kaio Krombach. Im ersten Moment sprachlos waren gestern Abend die Spendenempfänger in Krombach, die im Rahmen der Spendenübergabe die Summe von 34 500 Euro vom „Finanzminister“ der Arbeitsgemeinschaft Crombacher Weihnachtsmarkt genannt bekamen. So hoch ist die Spendensumme in diesem Jahr. Der Rekord vom vergangenen Jahr (45 000 Euro) wurde zwar nicht geknackt, doch Verena Lüttel, Sandy Albring, Duygu Gözler von der Beratungsstelle „Mädchen in Not Kreuztal“ konnten ihr Glück gar nicht fassen. „So eine Summe gibt es wenn überhaupt nur alle fünf Jahre“, sagte die Vorsitzende Verena Lüttel.

            Seit 1990 arbeitet die Beratungsstelle „Für Mädchen in Not“ unter der Trägerschaft des Vereins Ifpake (Initiative zur Förderung personenzentrierter Aktivitäten in Kultur und Erziehung). Arbeitsschwerpunkt ist Hilfe und Beratung bei erlebter sexueller Gewalt. Die Spende soll hier für die therapeutische Ausbildung der Mitarbeiter sowie Teilnahme an Schulungen eingesetzt werden.

            Als zweiter Spendenempfänger freute sich Reinhard Geuecke als Einrichtungsleiter des Josefshaus Olpe. „Wir möchten mit dem Geld auch ein wunderbares Ziel verfolgen. Wir möchten in den nächsten zwei Jahren ein Teil des Jakobsweges gehen. Mit den Kindern möchten wir innerhalb von Deutschland, mit den Jugendlichen beispielsweise in Spanien pilgern“, so Geuecke. Wolfgang Michael Wagner und Thomas Trapp waren für den Verein Handycap gekommen und freuten sich besonders über die 11 500 Euro. Zwei Projekte stehen beim Verein Handycap in Zukunft an, für die das Geld gut eingesetzt werden soll. Zum einen wird einem achtjährigen Jungen aus Siegen, der an einer spastischen Behinderung erkrankt ist, eine Delphin-Therapie an der Karibikinsel Curacao ermöglicht. Rund 12 000 Euro wurden hier genannt. Als zweites Projekt soll einem 13-jährigen Mädchen aus Kreuztal ein Familienurlaub mit ihrer Familie ermöglicht werden.

            „Wenn wir auch nicht von einem Spendenrekord sprechen, sind wir dennoch sehr glücklich und auch stolz, bei den widrigen Wetterverhältnissen an diesem Wochenende eine so hohe Spendensumme erwirtschaftet zu haben“, so Organisationsleiter Eckhard Fuhr. Er, Gerhard Schreiber (Marktleiter) sowie Heiner Maus dankten noch einmal allen Beteiligten und besonders den Firmen, die mit für diese enorme Spendensumme verantwortlich sind. „Wir sind halt alle positiv verrückt“, schmunzelte Eckhard Fuhr und blickte daraufhin zu Gerhard Schreiber, der mit seiner Frau Helga in diesem Jahr 7000 Nussecken gebacken hatte.

 
Siegener Zeitung, 17. Dezember 2015

 

 

34.500 Euro zusammengekommen

Erlös des Crombacher Weihnachtsmarktes für soziale Projekte gespendet

Krombach. Insgesamt 34.500 Euro sind beim 26. Crombacher Weihnachtsmarkt, der wieder einige tausend Besucher angelockt hatte, zusammengekommen.

Das ist zwar keine Rekordsumme, denn wir hatten diesen Betrag 2010 und 2013 schon einmal. Das lag wahrscheinlich an dem verregneten Sonntag, der nicht so gute Besucherzahlen verzeichnete. Trotzdem sind wir mit der Höhe der diesjährigen Spendensumme mehr als zufrieden“, sagte Organisationsleiter Eckhard Fuhr am Mittwochabend bei der Spendenübergabe in Krombach. 

Noch zufriedener und im ersten Moment sprachlos, waren die Spendenempfänger, die in diesem Jahr vom Wahlausschuss ausgewählt worden waren. Dazu gehörte der Verein Mädchen in Not, vertreten durch Verena Lüttel (Erste Vorsitzende), Sandy Albring und Duygu Gözler. Mit der Spende möchte der Verein die therapeutische Ausbildung der Mitarbeiter sowie die Teilnahme an Schulungen ermöglichen. 

Wolfgang Michael Wagner und Thomas Trapp waren für den Verein Handycap gekommen und freuten sich ebenfalls sehr über die Spende von 11.500 Euro. Der Verein möchte zwei Kindern einen Wunsch erfüllen. So soll einem achtjährigen Jungen aus Siegen, der an einer Behinderung erkrankt ist, eine Delfintherapie an der Karibikinsel Curacao ermöglicht werden. Kosten: Rund 12.000 Euro. Einem 13-jährigen Mädchen aus Kreuztal möchte der Verein einen Familienurlaub schenken.

Als dritter Spendenempfänger freute sich Reinhard Geuecke, Einrichtungsleiter des Josefshaus Olpe. Mit dem Geld soll auch hier ein gemeinnütziges Ziel verfolgt werden. „Wir möchten mit den Kindern und Jugendlichen in den nächsten zwei Jahren ein Teil des Jakobsweges gehen. Die Planungen laufen. Mit der stolzen Summe, können wir das Projekt bestens vorantreiben“, so Geuecke. 

Dass man in den vergangenen Jahren so hohe Spendensummen übergeben konnte, sei einzig und allein dem ehrenamtlichen Engagement aller Beteiligten der Arbeitsgemeinschaft Crombacher Weihnachtsmarkt zu verdanken. "In Arbeitsgemeinschaft stecken zwei Worte: Arbeit und Gemeinschaft. Und die leben wir alle gemeinsam“, so Eckhard Fuhr. Er wurde bei der Spendenübergabe vom Marktleiter Gerhard Schreiber und dem Mann für die Finanzen, Heiner Maus, unterstützt. „Jetzt können wir uns über die Weihnachtsfeiertage ein wenig erholen und im Januar fangen wir mit den Planungen für den 27. Weihnachtsmarkt wieder an“, verriet Eckhard Fuhr.

SiegerlandKurier, 17. Dezember 2015

 

Crombacher Weihnachtsmarkt erwirtschaftet 34 500 Euro

Schlechtes Wetter vereitelt weiteres Rekordergebnis. Veranstalter sind zufrieden und Spendenempfänger beeindruckt

Von Michael Kunz

Krombach. Erst ungläubiges Staunen, dann strahlendes Lächeln: Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Crombacher Weihnachtsmarkt hatten das Vergnügen, den Erlös des Wochenendes an die drei Spendenempfänger zu verteilen. Je 11 500 Euro wurden ausgeschüttet; viel mehr, als die Bedachten erwartet hätten. „Donnerwetter“ , sagte Wolfgang Michael Wagner als Vertreter von „Handycap Siegen“.

            Dabei mussten Eckhard Fuhr, Gerhard Schreiber und „Finanzminister“ Heiner Maus einen Umsatzeinbruch vermelden. Nach dem Jubiläumsmarkt 2014 hatten sie das Rekordergebnis von 45 000 Euro ausrechnen und verteilen können. Im 26. Jahr waren es „nur“ 34 500. Eigentlich sei er ganz froh, sagte AG-Sprecher Eckhard Fuhr:“ Hätten wir schon wieder einen Rekord vermelden müssen, wäre das für die kommenden Jahre ein ungeheurer Druck für uns gewesen.“ Nach einigen sehr guten Jahren mussten die Krombacher am ersten Adventswochenende dem Wetter Tribut zollen, wie viele andere Marktbetreibe auch. Der Sonntag sei völlig ins Wasser gefallen, stellte Fuhr fest, dafür sei der Samstag „einfach bombastisch“ gewesen.

„Eine richtige Familie“

Er sei mit sehr gedämpften Erwartungen zur Spendenübergabe gekommen, sagte Reinhard Geuecke, Leiter des Josefshauses in Olpe. Mit 11 500 Euro habe er nicht gerechnet, versicherte er beeindruckt. Das Geld ist für eine Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg vorgesehen; für die 160 Kinder und Jugendliche sind rund 20 000 Euro veranschlagt. „Dass wir jetzt praktisch schon mit 50 Prozent in die Aktion starten, hätte ich nie gedacht“, betonte Geuecke und schilderte seine eigenen Erfahrungen auf dem Weihnachtsmarkt. Er habe noch nie so viele freundliche Gesichter bei Helfern von Vereinen getroffen, die früher Spenden bekommen hätten: „Die haben mir gesagt, sie kommen immer wieder, das ist eine richtige Familie geworden.“

            „Solche Spenden gibt es nur alle fünf Jahre aus Krombach“, stimmte Dr. Verena Lüttel mit einem stillen Lächeln zu, die mit ihrer Beratungsstelle „IFPAKE – Mädchen in Not“ aus Kreuztal bereits mehrfach bedacht wurde.

            Sie hatte ihre Sozialpädagoginnen Duygu Gözler und Sandy Albring mitgebracht, die durch die Spende eine Weiterbildung bekommen sollen. „Wir können unsere Mitarbeiter nicht sonderlich gut bezahlen“, stellte Lüttel noch einmal fest.

            Wolfgang Michael Wagner machte mit seinem Kollegen Thomas Trapp, dass ein Verein wie „Handycap Siegen“ von Spenden in dieser Höhe normalerweise nur träumen könne. Die geplante Delphintherapie für rund 12 000 Euro und die Ferienfahrt seien dadurch schon gut abgedeckt.

Nur vier Wochen Pause

„Wir machen jetzt vier Wochen Pause, dann gehen die Vorbereitungen wieder los“, zeigte Eckhard Fuhr, dass auch bei den durchweg ehrenamtlichen Aktiven die Begeisterung nicht abebbt. Als Beispiel lachte er in Richtung Gerhard Schreibers, der im Vorjahr mit Gattin Helga 6000 der beliebten Nussecken gebacken habe und diesmal sogar 7000. „Positiv verrückt“, lobte er seinen Mitstreiter, der ganz nebenbei auch immer noch neue Hütten baut.

Westfälische Rundschau, 22. Dezember 2015

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