Gewaltprävention 2015 - 11.03.2015



Schüler der Klassen 4a trainierten mit Oliver Lütz und Sandy Albring

Gewaltprävention – Starksein kann man lernen

Kredenbacher Grundschüler trainieren Nein-Sagen, Selbstbehauptung und Verteidigung

 

Kredenbach. „Nein!“ sagen und zwar laut und deutlich – das trainierten jetzt die Schüler der 4. Klassen an der Grundschule Kredenbach.

Frau Abele und Frau Hetzel, die beiden Klassenlehrerinnen, sowie die Schulleiterin Ingeborg Küppersbusch hatten für jede Klasse eine Gewaltpräventionswoche organisiert: „Insbesondere im Hinblick auf den kommenden Schulwechsel möchten wir die Schülerinnen und Schüler mit diesem Angebot noch einmal stark machen, im Sinne eines gesunden Selbstvertrauens, damit sie sich auch Älteren gegenüber behaupten und wehren können“, so Ingeborg Küppersbusch. Zunächst gab es mit dem Trainer Oliver Lütz einen Elternabend, um die Eltern auf die Präventionsinhalte vorzubereiten. Sandy Albring von der Beratungsstelle Für Mädchen in Not in Kreuztal, leitete in den Projektwochen die Mädchengruppen. Die Jungengruppen wurden von Oliver Lütz geführt, Gewaltschutztrainer für Kinder und Jugendliche beim Karateverein Zanshin-Siegerland in Hilchenbach.

Grenzüberschreitungen erkennen

In verschiedenen spielerischen Einheiten und Übungen lernten die Kinder,  wie man Grenzüberschreitungen und Übergriffe rechtzeitig erkennt und vorbeugen kann. Sie wurden dazu ermutigt, ihren persönlichen Gefühlen zu vertrauen und negative Gefühle als Warnsignale zu erkennen. Anhand von Rollenspielen übten sie das „Nein!“-Sagen. Sie lernten, dass ein Nein mit Mimik, Körperhaltung und der Stimme verstärkt werden kann. Die Schüler stellen fest, dass es auch Situationen gibt, in denen man sich nicht traut „Nein!“ zu sagen, oder in denen ein „Nein!“ nicht ausreicht. Für diese Fälle erarbeiteten die Schüler Handlungsalternativen: Weglaufen und Hilfe holen. Im Mittelpunkt der Gewaltprävention standen vor allem die Kinder selbst mit ihren persönlichen Erfahrungen. Die Übungen wurden meist in Zweier- oder Gruppenübungen durchgeführt zur Förderung der Empathie, des Gruppenzusammenhalts und für eine gegenseitige Reflexionsmöglichkeit. Die Kinder stellten fest, dass jeder ganz persönliche Stärken hat. Diese wurden auf einem persönlichen Stärkezettel zusammengetragen. Die Klassenlehrerinnen erhielten am Ende des Kurses für jedes Kind ein Übungsheft der Bundeskampagne „Trau Dich“. Mit diesen Übungsheften können die Inhalte des Kurses später noch einmal im Klassenunterricht aufgearbeitet und weiter vertieft werden. Die Kinder erhielten alle eine Urkunde und Flyer mit Tipps wie sie sich helfen können.

 

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