Das Nein-Sagen ist das gute Recht aller Kinder - 08.05.2014

 

Zweites Elternforum der Grundschule Erndtebrück war gut besucht

sz Erndtebrück. Wie schütze ich Kinder vor sexuellem Missbrauch?“ Um die Frage ging es jetzt im zweiten Elternforum der Grundschule Erndtebrück. Als Referentin konnte Maren Niemeyer, Mitarbeiterin der Beratungsstelle „Für Mädchen in Not“ aus Kreuztal, gewonnen werden. Unterstützt wurde sie dabei von Susanne Bald von der Kreispolizei.

Knapp 80 Interessierte waren der Einladung gefolgt und erfuhren von der Aktualität des Themas. Man könne davon ausgehen, dass statistisch gesehen mindestens jedes fünfte Kind von sexuellem Missbrauch betroffen sei. „Demnach“, so Maren Niemeyer, „sind praktisch mehr Kinder von sexueller Gewalt als von Verkehrsunfällen betroffen.“ Nach einer Einführung zu Statistik und Begrifflichkeit („Wo fängt eigentlich sexueller Missbrauch an?“) gab es konkrete Tipps zur vorbeugenden Erziehung. Vor dem Hintergrund, dass Täter meist aus dem Umfeld des Kindes stammen, lautete eine wichtige Kernbotschaft etwa: „Es reicht nicht, vor dem Fremden zu warnen. Kinder stark zu machen, ist viel wichtiger.“

Dazu gehöre neben einer angemessenen Sexualaufklärung auch, die Gefühle von Kindern ernst zu nehmen und ihnen zu vermitteln, dass Nein-Sagen ihr gutes Recht sei. Denn, so Niemeyer weiter: „Wer Nein-Sagen gelernt hat, der vertraut sich auch leichter anderen an“, um beispielsweise von unangenehmen Berührungen durch Dritte zu berichten. Der informative Abend wurde abgerundet von zahlreichen Literaturtipps und einen interessanten Dialog zwischen Zuhörern und Referentinnen. Letzteres ist ganz im Sinne der Grundschule Erndtebrück als Veranstalter.

So freute sich Schulleiter Thorsten Denker auch über zahlreiche Themenwünsche der Anwesenden für die kommenden Elternforen.

 

Siegener Zeitung, 08. Mai 2014

Westfalenpost, 10. Mai 2014

 

Maren Niemeyer, Mitarbeiterin der Beratungsstelle "Für Mädchen in Not", stand beim Elternforum der Grundschule Rede und Antwort.

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